Supervulkan

Ein der verheerendsten Naturkatastrophen ist Ausbruch eines Supervulkan. Der wohl bekannteste dieser schlafenden Riesen liegt in Nordamerika – der Yellowstone Supervulkan. Doch es gibt auf der Erde nicht nur diesen sondern noch einige mehr.

Phlegräische Felder
Supervulkan Phlegräischen Felder in Neapel, Italien

Supervulkan sind nicht auf den ersten Blick zu erkennen, da diese bei einem Ausbruch keinen Vulkankegel aufbauen, sondern riesige Calderen (Einbruchkessel) im Boden hinterlassen, im Gegensatz zu „normalen“ Vulkanen. Die Yellowstone Caldera hat eine Größe von 60 km lang und 40km breit und beinhaltet geschätzte 15.000 km3 Magma. Das Magma reichert sich über die Jahre (Jahrhunderte oder auch Jahrtausende) mit Gas an, welches den Druck steigen lässt. Dadurch hebt sich das gesamte Gebiet. Wird der Druck im inneren der Caldera zu groß, kommt es zu einem Ausbruch, an verschiedenen Stellen im gesamten Gebiet. Dort wo der „Deckstein“ am schwächer ist.
Die Wucht eines solchen Ausbruch wird mit dem Vulkanexplosivitätsindex-Wert 8 (VEI-8) und höher beschrieben. Hierbei werden Magma, Staub und Gestein mit Schallgeschwindigkeit in die Atmosphäre geschleudert. Der Lava- und Gesteinsregen fällt noch in bis zu 100km Entfernung nieder.
Wer jetzt aber glaubt, dass betrifft mich nicht, ich wohne 5.000km entfernt, der irrt sich gewaltig. Der Staub, der mit der Lava in den Himmel geschleudert wird, verteilt sich um den gesamten Erdball.
Der Ausbruch eines Supervulkans wird begleitet von Erdbeben, die evtl. einen Tsunami auslösen können.

Zurück im Staub in der Atmosphäre.
Dieser reflektiert das Sonnenlicht zurück ins Weltall, wodurch sich der gesamte Planet abkühlt und in ein s.g. vulkanischen Winter beginnt. Dies führt dazu, das Pflanzen streben und mit Ihnen auch die Tiere. Eine jahrelange Hungernot droht der Menschheit. Doch der Vulkanstaub ist noch nicht ganz fertig! Der feine Staub dringt in die Lunge ein und führt zum Erstickungstot.

Es wird vermutet, dass ein solcher Ausbruch bereits in der Vergangenheit für ein weitläufiges Artensterben verantwortlich gewesen ist. Der s.g. Toba-Katastrophen-Theorie, wobei es sich um den Ausbruch des Toba-Supervulkan in Indonesien handelt, wurde die Menschheit vor 75.000 Jahren auf einige Tausend dezimiert. Diese Theorie ist allerdings sehr umstritten.

Wann ist es soweit?

Das lässt sich nicht wirklich genau sagen. Der Yellowstone soll vor einem baldigen Ausbruch stehen oder wie Geologen es ausdrücken; innerhalb einiger tausend Jahre. Leider ist es nicht möglich einen Vulkanausbruch exakt vorher zu sagen. Beruhigend ist aber, dass der Yellowstone der wohl bestbewachte Supervulkan der Erde ist. Dies trifft nicht auf alle zu. Da wäre zum Beispiel die Vilama-Caldera im Dreiländereck zwischen Chile, Bolivien und Argentinien und die Lazufre-Region. Das Zentrum der Lazufre-Region hebt sich 3 cm im Jahr. Diese Region ist zudem Sesmisch aktiver als Bspw. der Yellowstone. Die wissenschaftliche Forschung in der Lazufre-Region ist schwierig, da kaum zugänglich. Möglicherweise ist der Lazufre der aktuell gefährlichste potenzielle Supervulkan.

Supervulkane in der Nähe

Bislang waren die o.g. Supervulkane doch sehr weit entfernt, aber das ändern wir jetzt mal und gehen nach Italien. Um genau zu sein, 20km westlich vom Vesuv. Dort liegen die Phlegräischen Felder. Diese dehnen sich über ein 150 km2 großes Gebiet aus.Sie beginnen unmittelbar am Standrand von Neapel und setzen sich entlang der Küste des Golf von Neapel fort. Ein tolles Gebiet für Wellness aufgrund der Thermalquellen die durch die Hitze aus der Caldera gespeist werden. 2012 hat der italienische Zivilschutz die Warnstufe angehoben.

Wie kann man sich Schützen?

Das ist eine wirklich gute Frage. Ich würde sagen gar nicht. Die Dauer eines vulkanischen Winter vorherzusagen ist sehr schwer, aber man sollte von mindestens 4-8 Jahren ausgehen. Hängt von der Auswurfmenge des einzelnen Supervulkans ab.
Das Leben in dieser Zeit wird wohl weitestgehend unter der Erde stattfinden. Ich könnte jetzt sagen, bau Dir einen Bunker und knall Konserven rein. Aber ein so langer Zeitraum ist schwer zu überbrücken, auch in einem Bunker.
Doch das Leben und insbesondere der Einfallsreichtum der Menschen wird für ein Überleben der Gattung sorgen.

Nun ja, wie bei dem Kometeneinschlag bleibt zu sagen, es wird geschehen, die Frage ist nur wann.

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